Aufstieg sieht perfekt aus!

SF Buer - SF Kirchhellen I   2,5 - 5,5

HeimvereinDWZ- GastvereinDWZErgebnis
Siegfried Wilbert 1999 - Horst Sinnwell 2039 0-1
Helmut Schorra 2086 - Christoph Schlüter 1999 1-0
Christoph Renk 1956 - Thomas Hoffterheide 1976 0-1
Manfred Ebert 1911 - Martin Borgs 1980 remis
Michael Baar 1840 - Peter Küper 1909 0-1
Guido Seppelfricke 1815 - Werner Schüppel 1872 0-1
Siegfried Binias 1640 - Werner Kurapkat 1783 0-1
Dr Burkhart Uebing 1696 - Raimund Langer 1799 1-0

Bereits zum Beginn des Kampfes machten sich die Bueraner, aufgrund Ihrer Aufstellung, nicht viel Hoffnung. Aber da wir uns kennen ist diese Voraussetzung erst mal nicht so toll für uns. Wir können solche Vorschusslorbeeren auch gerne auf die leichte Schulter nehmen.

Und so entwickelte sich der Kampf zunächst als vollkommen offen. Zwar hatte Werner K. mit einem Mehrbauern in der Eröffnung Vorteile. Doch Christoph jammerte bereits über seine Stellung. Wie sich später herausstellte, offenbar zu recht, denn er wurde langsam und qualvoll zusammengeschoben. Martin erhielt just zu dem Zeitpunkt ein erneutes Remisangebot, als Werner S. die Schwerfiguren vom Brett nahm und mit seinem Läuferpaar gegen das gegnerische Springerpaar deutliche Vorteile bekam. Martin, dessen Stellung sich bis auf gleiche Bauern und je einem Springer gelichtet hatte ließ, wie schon gegen Bochum, zunächst die Uhr noch laufen, um dann jedoch nach der bald folgenden 2-0 Führung, sein sechstes Remis zu akzeptieren.

Doch zunächst waren die beiden Werner im Fokus. Der krankheitsgeschwächte Werner S. hatte ein Verzweiflungs-Figurenopfer seines Kontrahenten wiederlegt und sein Läuferpaar (einer davon als Mahrfigur) beherrschte die Stellung. 1-0. Werner K. hatte den Mehrbauern auf die 7. Reihe vorgetrieben und in ein Endspiel mit je 2 Türmen abgewickelt. Mit einigen geschickten Manövern gelang es Ihm schließlich einen weiteren Turm vom Brett zu nehmen. Da dies zur Folge hatte, dass der Freibauer zur Dame umgewandelt wurde, gab auch sein Gegner auf.

Ein dann folgendes Remisangebot von Ersatzmann Raimund musste sein Gegner natürlich zu jenem Zeitpunkt ablehnen. Als nächstes gewann Peter K. nach einer längeren, komplizierten Abwicklung eine Figur. Doch sein Gegner hielt ihn nach wie vor auf Trab und arbeitete daran Peters verbliebende Bauern abzuräumen. So kam Peter noch in Zeitnot. Erst kurz nach der Zeitkontrolle entschied ein, dank der Mehrfigur, nicht mehr zu stoppender Freibauer die nächste Partie zu unseren Gunsten. Leider hatte sich Raimund bei seiner Stellungsabwicklung ebenfalls in hochgradige Zeitnot manövriert und einen Bauern, im Endspiel mit gleichen Läufern, verloren. Sein eigentlich schwächer eingeschätzter, aber sehr erfahrener Gegner spielte die Stellung dann sauber zu Ende und sorgte für den Anschlusspunkt der Gelsenkirchener. Spannend entwickelte sich dann auch Christophs Partie. Immer mehr in die Enge gedrängt verbrauchte Christoph viel Zeit um nicht entscheidendes Material zu verlieren, sodass er ebenfalls in hochgradige Zeitnot kam. Dies ging so weit, dass er, dank Digitaluhr nur noch 1 Sekunde für 3 Züge hatte. Als er dieses, als schneller Blitzer, vermeintlich auch noch schaffte waren die Protestäußerungen seines Gegners gewiss. Dieser kam nach Ausführung seines Zuges kaum zum drücken der Uhr, ehe Christoph schon wieder gezogen hatte, was jedoch zu jenem Zeitpunkt für einen wirkungsvollen Protest zu spät war. Gilt nur zu klären wann das angezeigte Fähnchen auf der Digitaluhr der Gelsenkirchener dort angezeigt werden darf und wann noch nicht. Da Christoph immer noch eine grottenschlechte Stellung hatte beruhigten sich die Gemüter bald wieder und die Partie endete, wie Christoph es schon Stunden zuvor vorausgesagt hatte.

Doch Thomas und Horst hatten die Ihre eigenen Nerven im Griff und schonten die Ihrer Mannschaftskollegen. Thomas hatte die Zeitnot seines Gegners ausgenutzt um in ein Turmendspiel mit 2 verbundenen Mehrbauern abzuwickeln. Da dies eine klassische Stärke von Thomas ist, ließ der Siegpunkt nicht lange auf sich warten. Doch auch Horst wollte noch einen vollen Punkt einfahren. Stand er im Mittelspiel noch stark unter Druck, hatte er es geschafft seinen Springer zentral auf dem Brett zu verankern. Dieser deckte alle Einbruchsfelder der gegnerischen Dame und Turm und verschaffte so seinen eigenen Schwerfiguren das nötige Gegenspiel. Nach Ablauf von 5 Stunden gewann er schließlich einen Bauern der sich auch schon bald darauf bedrohlich in Bewegung setzte. In unhaltbarer Stellung überschritt sein Gegner schließlich die Zeit.

Da auch an diesem Spieltag wieder viele der anderen Mannschaftskämpfe positiv für uns gespielt wurden (alle 3 Mannschaften mit 5 Verlustpunkten verloren in der 7. Runde) ist der 2. Tabellenplatz jetzt bereits sicher.

Die Aufstiegsregelung sah bisher wie folgt aus:

Sofern keine Mannschaft aus NRW aus der 2. Bundesliga absteigt steigen aus den beiden Gruppen der NRW-Klasse je 2 Vereine ab. Bei einem Absteiger aus der 2. Bundesliga steigen die letzten 3 Mannschaften jeder Gruppe ab.

In den NRW-Klassen sind zur Zeit 7 von 9 Runden gespielt. In den beiden NRW-Klassen wird unser Verband Ruhrgebiet zur Zeit von Herne-Sodingen (Platz 3, 8:4 Punkte, min. 7.Platz), SG Bochum 2 (Platz 2, 12:2 Punkte, min 5. Platz) und dem SV Erkenschwick (Platz 4, 9:5 Punkte, min. Platz 6) vertreten.

Einen Absteiger aus der NRW-Klasse in unseren Verband wird es also nicht geben.

Steigen aus der NRW-Klasse keine Mannschaften in den Schachverband Ruhrgebiet ab, so stiegen bisher alle Gruppenzweiten der Verbandsklasse auf.

Verbandliga, wir sind wieder da!!

Leider ist dies natürlich noch nicht offiziell, da Auf unserer Verbandsseite die Auf- und Abstiegsregelung leider noch mit keinem Wort erwähnt wird.

Werner S.

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